Wattwil PDF Drucken E-Mail

«Wattinwilare», das Gehöft des Watto, ist mit dem bezeugten Jahr 897 eine frühe Siedlung im Toggenburg. Die Kirche war Mutterkirche der Region. Die «Gotteshausleute» gehörten zum Kloster St. Gallen, während sich die gräflichen Untertanen «Hofjünger» nannten. Beide besassen einen eigenen Ammann und ein eigenes Gericht. Die Rechte der Hofjünger gingen 1468 durch Kauf an die Abtei St. Gallen über. Die Reformation in den Jahren 1524 bis 1531 ergab ein Schwergewicht der Reformierten. Die Kirche wurde 1593 bis 1967 paritätisch genutzt. Verlegung des Frauenklosters 1621 von der Pfanneregg an die heutige Stelle. Ende des 18. Jahrhunderts entstand um die Kirche das heute politisch geteilte Dorf Ricken. Im gleichen Zeitraum entwickelte sich Wattwil zu einem bedeutenden Zentrum der Textilindustrie, Höhepunkt um 1850. Die Bahnbauten 1870 und 1910 sowie die Thurkorrektion zwischen 1907 und 1913 bildeten entscheidende Infrastrukturen für die Weiterentwicklung. Seit 1971 sind die konfessionellen Schulen verschmolzen.

 


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