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Im Jahre 779 wurde Bütschwil zum ersten Mal urkundlich bezeugt. Der Kehlhof in Bütschwil war das früheste Wirtschaftszentrum im 8. Jahrhundert. Das heutige Weisse Haus an der Landstrasse beherbergte die "Keller von Bütschwil" und die "Edlen von Holzhausen". In den Jahren 1280 bis 1468 geriet Bütschwil unter die äbtische Herrschaft der Grafen vom Toggenburg, Werdenberg und Raron. Im Jahre 1712 war Bütschwil der Kriegsschauplatz des Toggenburger- und Zwölferkrieges
Der wirtschaftliche Aufschwung begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1750-1798) mit der Baumwoll-Kellerweberei sowie mit Mühlen und Sägebetrieben an den Seitenbächen der Thur. Kurz vor Übergang in das 19. Jahrhundert wanderten französische Truppen in Bütschwil ein und in dieser Zeit überquert der arme Mann vom Toggenburg (Ueli Bräker) die Thur bei der Untermüli. Nach diesen turbulenten Zeiten war die Geburtsstunde der Gemeinde Bütschwil im Jahre 1803 an der Reihe. In dieser Zeit (bis 1830) blühten das Handwerk und Gewerbe auf. Im Jahre 1870 wurde mit dem Bau der seinerzeitigen Toggenburger-Bahn begonnen und Bütschwil erhielt drei Bahnstationen. Dies bedeutete auch der Aufbruch in eine neue Zeitepoche.
Die Baumwoll-Industrie erlebte eine Blütezeit und das Gewerbe sowie die neu gebildeten Vereine profitierten vom Aufschwung. Während des ersten und zweiten Weltkrieges erlebte das Dorf wie viele andere auch eine Wirtschaftskrise.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sich die Wirtschaft neu zu entwickeln. In der Zeit von 1946-1968 baute die Spinnerei und Weberei Dietfurt AG (genannt SWD) als Textilfirma ihren Betrieb aus und brachte ausländische Arbeitskräfte, vor allem Italiener und Spanier, nach Bütschwil.
In der Zeit zwischen 1968 und 1989 erzeugten grosse Infrastrukturprojekte (Strassen, Kanalisationen, Gasversorgung, Sportanlage, Regionales Seniorenzentrum Solino, Gemeindehaus) einen Sog in der Gemeinde. Dabei konnten auch grössere Betriebe wie zum Beispiel das Warmpresswerk Schwarz AG im Hofacker angesiedelt werden. Die Spinnerei beschäftigte zwischen 600 und 700 Mitarbeiter und produzierte jährlich 14 Millionen Meter Feingewebe (Strecke Zürich bis Tokio), welches in der ganzen Welt Abnehmer fand. Im Jahre 1981 wurde in der Gemeinde Bütschwil das Ortsmuseum am Eichelstock und 1995 die Taamühle eröffnet.
Die Gemeinde Bütschwil, in einer wunderschönen Landschaft im Toggenburg eingebettet, erhält sich seine Substanz aus den zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben und der Landwirtschaft. Aktive Vereine und gut ausgebaute Infrastrukturen bereichern die Freizeit- und Sportaktivitäten.
Quelle: Gemeinde Bütschwil
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