Alt St. Johann PDF Drucken E-Mail

1152 wird das sancti Johannis Baptiste (Benediktinerkloster St. Johann) erwähnt, das auch den Ortsnamen begründet. Das Kloster wurde später nach Feuersbrünsten und mysteriösen Todesfällen von Mönchen talabwärts nach Sidwald bei Nesslau verlegt (Neu St. Johann). Teile des Klosters Neu St. Johann, wie z.B. das Johanneum sind zwar erhalten, dienen aber anderen Zwecken.

Die Gemeinde (Alt) St. Johann wird 1439 zum ersten Mal erwähnt. Sie unterstand dem Kloster St. Johann bzw. der Schirmvogtei Starkenstein. Seit 1396 wurde die Schirmvogtei von den Grafen von Toggenburg übernommen. 1468 erwarb die Fürstabtei St. Gallen die Grafschaft Toggenburg und damit auch die Landesherrschaft über Kloster und Gemeinde St. Johann. 1559 erhielt St. Johann die gleichen Rechte wie die anderen Toggenburger Gemeinden. Nach der Verlegung des Klosters nach Sidwald in Nesslau 1626 bürgerte sich für das Dorf die Bezeichnung «Alt» St. Johann ein. 1803 entstand nach der Gründung des Kantons St. Gallen die moderne politische Gemeinde Alt St. Johann, zu der bis 1833 auch Stein SG gehörte.

1934 wurde die Standseilbahn Unterwasser-Iltios, die Iltiosbahn gebaut. Es war die erste Bergbahn im Toggenburg. 1938 kam die Schlitten-Standseilbahn Iltios-Stöfeli, 1946 der Sessellift Alt St. Johann - Alp Selamatt und 1972 die Luftseilbahn Iltios–Chäserrugg auf den Gipfel des Chäserrugg dazu. Heute sind die Bahnen Teil des Skigebiets Obertoggenburg.

Zwischen Stein und Starkenbach liegt die Ruine Starkenstein. Von der Burg Starkenstein, die um 1200 erbaut wurde und im Besitz der Grafen von Montfort bzw. von Werdenberg war, sind nur Teile des Bergfrieds erhalten. Die Burg ging 1414 an die Toggenburger und schliesslich an das Kloster St. Johann. 1950 und 1954/55 wurden Rettungsgrabungen in der Burgruine vorgenommen. Der grösste Teil der Burganlage ist heute durch einen Steinbruch zerstört

Quelle: Wikipedia

 


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